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Eine Polizei demokratisiert sich selbst

Diskussionskommando Berlin

Prof. Richard Löwenthal 1979

"Was als langer Marsch durch die Institutionen begann, ist längst zu einem Prozess der Integration der ehemaligen Revolutionäre durch die Institutionen geworden."

Kurras nach seinem Freispruch

"Es tut mir leid, dass hier ein Student ums Leben gekommen ist, aber da trugen so viele Fakten bei, die ich alleine nicht beherrschen konnte."  <Kurras nach dem Freispruch im ersten Prozess. In zweiter Instanz wurde er 1979 zu zwei  Jahren Haft verurteilt, saß vier Monate ab und blieb bis zu seiner Pensionierung 1987 im West-  Berliner Polizeidienst tätig. Trotz seiner erwiesenen Stasi-Zugehörigkeit erhält er die ungekürzte  Pension. Polizeibeamte, die aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig pensioniert und nicht kriminell  in Erscheinung getreten waren, erhalten bis an ihr Lebensende nur 56% ihrer Bezüge!>

Götz Aly “Unser Kampf”

"In aller Deutlichkeit äußerte sich die Lust an der Gewalt nach dem Osteraufstand, der dem Attentat auf Rudi Dutschke am 11. April 1968 folgte. An dem Aufruhr, der noch am Abend losbrach, beteilig- ten sich täglich zwischen 5.000 und 18.000 junge Leute in 26 Städten der Bundesrepublik. Während der Belagerung des Münchner Buchgewerbehauses, dem Druckort der lokalen Ausgabe der Bild Zei- tung, wurden der Student Rüdiger Schreck und der Pressefotograf Klaus Frings von Pflastersteinen tödlich getroffen. Trotz gegenteiliger Mutmaßungen eines APO-Untersuchungsausschusses wurden diese Steine mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Demonstranten geworfen."     

Historiker Peter Horvath in Welt-Online

"Bereits im Juni 1967 trat Dutschke in einem Artikel für die Schaffung eines unabhängigen Frei- staates West-Berlin ein. Parlament, Parteien und Exekutive sollen abgeschafft, Politiker und Beamte nach Bonn deportiert werden. Damit lag er voll auf der Linie, die Nikita Chruschtschow 1958 mit der Kündigung des Berlin-Abkommens vorgegeben hatte. Jedem politisch denkenden Menschen mußte klar sein, dass eine solche Lösung das Ende West-Berlins bedeuten würde." “Es wird immer deutlicher, dass ganz gezielt eine Wirklichkeit inszeniert wurde, die kommu- nistischer Propaganda und Ideologie entsprach. Die West-Berliner Polizei wurde als faschistoid inszeniert, die per Kopfschuss von hinten Studenten hinrichtet. Meiner Ansicht nach war 1968 keine Revolte, die aus einer inneren Not geboren wurde. Vielmehr wurde eine innere Not inszeniert und provoziert, die zur Revolte führte."     

Piere Paolo Pasolini 1968

"Die Söhne der Bourgeoisie bewerfen die Söhne der armen Leute, die Polizisten, mit Steinen."  
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68er Revolte